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 Training
Junghundetraining

Im Alter von ca. einem halben Jahr kann man mit dem so genannten Kommandotraining beginnen.
Alle Kommandos können individuell gewählt werden.

Anfangsübungen könnten so Aussehen dass man dem Hund beim Spazierengehen an der Leine die Richtungen über die jeweiligen Richtungskommandos (links/Haw, rechts/Gee) vorgibt und ihn mit lob die Richtigkeit bestätigt.

Eines der wichtigsten Kommandos ist steh oder halt, da es beim Training bzw. Rennen zu Seilverwicklungen kommen kann. Für den Hund besteht eine große Verletzungsgefahr, wenn er z.B. mit einer Pfote in eine Seilschlinge gerät und die andern Hunde weiter laufen würden.

Diese Übungseinheiten sollten so gestaltet werden, dass der Hund nicht die Freude am Üben verliert.


Ab ca. 1 Jahr kann man mit einem Lauftraining für den Hund beginnen.

Am Beginn des Herbsttrainings ist der Muskelaufbau am wichtigsten, denn nur mit einer gut trainierten Muskulatur kann man später über eine längere Distanz ohne Verletzung laufen.


Das Training könnte so aussehen:

Das die Hunde zwar ziehen sollen, aber bei einem langsamen Tempo
Die Distanz und die Zeit sollen so gewählt werden, dass die Hunde nach Trainingsende noch immer Lust zu laufen haben. Keinesfalls darf der Hund komplett ausgepowert werden, da er über kurz oder lang sicher die Freude am laufen verliert!
Mit zunehmendem Trainingsfortlauf werden die Distanz und das Tempo langsam erhöht. Zu Beginn der Rennsaison sollten Trainingsdistanz und Renndistanz ident sein.


Trainingsmöglichkeiten für Einzelhunde:

Laufen mit Hund
  Wobei der Läufer einen Bauchgurt trägt und den Hund mit einer Leine an diesem befestigt.
Fahrrad mit Hund
  In diesem Fall läuft der Hund vor dem Fahrrad. Die Befestigung der Leine ist entweder am Bauchgurt des Radfahrers oder am Fahrrad.
 
Langlauf mit Hund (Skijöring)
  Hierbei ist der Hund an dem Bauchgurt des Langläufers befestigt.


Trainingsmöglichkeiten für Hundegespanne:

Das Gespann wird vor einen Trainingswagen gespannt. Zur Sicherheit der Hunde und zur eignen Sicherheit sollte der Trainingswagen gut gebremst und sehr stabil sein.
Für größere Gespanne besteht die Möglichkeit mit einem Quad (vierrädriges Motorrad)zu trainieren.
 
Im Winter wird dann endlich der Trainingswagen und der Quad gegen einen Schlitten getauscht


Nach der Abgeschlossenen Rennsaison sollte man nicht mit dem Training abrupt aufhören, sondern langsam abtrainieren, wie man zuvor im Herbst auftrainiert hat.

Für genauere Auskünfte über Trainingsfragen stehen sicher die Musher gerne zur Verfügung.

Das wichtigste beim Training ist, dass Tier und Mensch Spaß an der Sache haben.


   

Hallo!

Ihr kennt mich zwar nicht, aber trotzdem möchte ich euch eine kleine Episode aus meinem Leben erzählen.

Mit 12 Wochen bin ich zu meinem neuen Herrchen gekommen. Ich konnte bei ihm nach Herzenslust spielen, herumtollen und machte auch einige Sachen kaputt.

Kommandotraining mit einem
halben Jahr
  Nach einem halben Jahr glaubte mein Herrchen das es an der Zeit ist, mir etwas Vernünftiges beizubringen. Er begann ab jetzt beim spazieren gehen mit einem „Training“ wie er sagte. Ich weiß bis heute nicht, was das sein soll.
   

Immer wenn ich an der Leine vor ihm herlief, begann er mir etwas zuzurufen. Wenn ich z.B. rechts in einen Weg gehen sollte, sagte er laut Rechts und zog mit der Leine ein bißchen rechts an meinem Halsband.

Wenn es richtig war immer loben   Ging ich in diese Richtung freute er sich und lobte mich auch immer ausführlich dafür. Dasselbe Spiel spielten wir auch in die andere Richtung. Nur sagte er dann Links. Und da es ja ein Sprichwort gibt, das sagt „Der Klügere gibt nach“ tat ich ihm halt den Gefallen. Er freute sich auch immer so, wenn ich in die richtige Richtung ging.
Steh, eines der wichtigsten Kommandos   Einmal beim spazieren gehen (Training) rief er auf einmal laut Steh und zog ein bißchen fester an meinem Halsband nach hinten. Ich erschrak natürlich sehr und blieb sofort stehen, weil ich ja nicht wußte,

was er von mir will. Aber er lobte mich sogar fürs stehen bleiben, da konnte ich also nichts falsch gemacht haben. Auch das trainieren wir immer wieder und es ist gar nicht so schwierig.

Wir waren wieder einmal unterwegs und da spielte ich gerade mit einem Jungen. Ich wollte ihm nachlaufen und vergaß dabei ganz, daß ich noch an der Leine war. Auf einmal hatte ich große Schmerzen in meiner hinteren Pfote. Im selben Moment schrie mein Herrchen Steh. Ich blieb sofort stehen, denn ich kannte diesen Befehl schon vom Training her sehr gut. Erst jetzt bemerkte ich, daß ich mich mit meiner Pfote in der Leine verhängte und diese sich zugezogen hatte. Mein Herrchen befreite mich aus dieser mißlichen Lage und meine Schmerzen waren wie weggeblasen. Jetzt war ich richtig froh, daß ich im Training so gut aufgepaßt hatte. Was hätte da alles passieren können?! Dieses „Steh“ werde ich mir sicher gut merken auch wenn ich einmal erwachsen bin.

Richtiges Zuggeschirr Kaufen - X-Back   Auch ich wurde ein Jahr und bekam mein erstes Geschirr. Ein X-Back. Ein dämliches Zeug zum anziehen, da weiß man nicht, rechte Pfote zuerst oder der Kopf oder doch die linke Pfote? Dieses X-Back war schon eine ganz schöne Herausforderung für uns beide. Die ersten paar Mal hatte ich das Geschirr beim spazieren gehen an. Zum anziehen ist es ziemlich blöd, aber wenn man einmal drinnen ist, ist es echt super. Da kann man ziehen wie ein Irrer und es tut überhaupt nicht weh. Im Gegenteil es macht richtig Spaß.
Nur mein Herrchen hatte hinten etliche Probleme, punkto Zurückhalten und so. Aber was soll’s, ich bin halt ein richtiger Schlittenhund und zum Ziehen geboren.
Danach hatte sich aber auch einiges geändert.
Zu Beginn langsames Tempo und kürzere Distanzen   Ab jetzt band mich mein Herrchen mit einer Leine vor sein Fahrrad und fuhr mit mir. Das machte erst richtig Spaß. Sein Fahrrad war sicher nicht das Beste, weil ich könnte ja viel schneller laufen, aber dieses Fahrrad ging nicht schneller. Außerdem hätte ich auch noch viel länger laufen können. Mein Herrchen sagte aber immer: “Für den Anfang ist es genug.“ Aber, dafür kann ich das nächste Training kaum mehr erwarten. Nachdem wir öfters mit dem Rad unterwegs waren, bemerkte ich eine Veränderung an meinen vorderen und hinteren Beinen.
Wichtig! Guter Muskelaufbau mindert Verletzungsgefahr   Muskeln – richtige Muskeln – Super, ich bin sicher der stärkste Schlittenhund auf der ganzen Welt. Je näher der Winter kam, desto länger und schneller wurden unsere „Ausflüge“, aber mir machte das nichts, ich hatte ja richtige Muskeln. Ab jetzt weiß ich, ich bin sicher auch der schnellste Schlittenhund. Einmal trafen wir uns mit ein paar Freunden von meinem Herrchen zum trainieren. Natürlich hatten die auch alle Schlittenhunde, nur viel mehr. Der eine hatte 4 und der andere 8 von meiner Sorte.
Sicherer Trainingswagen gute Bremsung   Zum trainieren benutzte der eine einen massiven Trainingswagen mit richtig starken Bremsen. Er erklärte uns, daß gute Bremsen besonders wichtig sind, da man ja jederzeit sicher vor den Hunden zum stehen kommen muß.
    Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn das einmal nicht so ist. Der 2. Freund kam mit einem Quad (ein vierrädriges Motorrad). Dieses Gefährt soll eines der sichersten sein um ein großes Team zu trainieren. Von dem ganzen Training habe ich nicht viel mitbekommen. Nach dem Start, waren die alle ziemlich schnell weg und wir fuhren hinterher. Aber ich gab trotzdem alles was ich konnte, und die machten ganz schön große Augen, als sie sahen wie schnell wir wieder zurück waren. In den nächsten Tagen begann es mächtig zu schneien. Das wird mein erster Winter als ausgewachsener, trainierter, starker und schneller Schlittenhund. Was wird der bloß bringen?!
Mein Herrchen hat jetzt das Fahrrad gegen Langlaufski getauscht. Er hat sich einen Bauchgurt umgebunden und mich mit einer Leine an diesem befestigt und ab ging’s. Nur nicht sehr weit. Radfahren konnte er besser. Aber was soll’s er wird es auch noch lernen. Hoffe ich! Die größeren Teams haben jetzt den Trainigswagen und den Quad eingewintert und sind auf den Schlitten umgestiegen. Wenn man denen beim Laufen zusieht, da geht schon ganz schön die Post ab. Und einmal durfte ich sogar in sooo einem großen Team ein Stück mitlaufen. Ich kann Euch sagen, ein wirklich geiles Gefühl. Nun hoffe ich, daß ich im Winter noch viele solche tollen Sachen erleben kann. Jetzt bin ich am Ende meiner Erzählung und ich sage euch wenn man das Glück hat und zu einem guten Besitzer kommt der einen gern hat und versteht, gibt es nichts Schöneres auf der Welt als ein Schlittenhund zu sein.

Ps.: Danke das ihr euch Zeit genommen habt um mir zuzuhören. Ihr seht es ist gar nicht so schwer einen Schlittenhund zu trainieren. Ein bißchen Einfühlungsvermögen, Geduld und Verständnis gehört dazu. Vielleicht treffen wir uns einmal bei einem Rennen. Und vergeßt bitte nicht, am schönsten ist es wenn es jedem Spaß macht!!!

Vergeßt das bitte nie!!!
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